Projektegarten am Heubühl/Bruchsal
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Aktuelles aus dem Peru-Projekt

Projektbericht von Rudolf Sessler im März 2009

Projektbericht von Rudolf Sessler im März 2008

Mitarbeit im Agenda 21-Bildungsprojekt APDASA 21 San Pablo/Peru



Agenda 21-Bildungsprojekt San Pablo/Peru (APDASA 21) Bericht, März 2009

Liebe Agenda 21-Leute, Heubühl-MitarbeiterInnen , HeubühlbesucherInnen... und alle, die ideell, praktisch und finanziell an der Agenda 21-Partnerschaft mit San Pablo / Peru mitgewirkt haben.

Nach einer 6-wöchigen Mitarbeit bei den Quechua-Indigenas in den Anden Perus fällt die Bilanz überwiegend positiv aus.

  1. Trotz der Reduzierung unseres Personals auf die Hälfte: 7 bezahlte MitarbeiterInnen (seit einem knappen Jahr wurde das Projekt nur noch mit 500 EUR monatlich finanziert) ist seine Effizienz gewachsen, da Kommunen und kleinere Gemeinschften zunehmend unsere Beratung suchen und dann weitgehend selbst die Projekte durchführen. So hat die Gemeinde San Pablo geplant, 60.000 Karpfen in entsprechend vorbereitete Gewässer auszusetzen und die Meerschweinchenzuchten der extrem Armen zu unterstützen.
  2. Die Gemeinschaftsgärten - inzwischen ist der 5. in Planung - werden von sog. Quollanas (im Basisprojekt ausgebildete Promotoren) betreut, die unentgeltlich arbeiten, aber eine Jahresprämie erhalten, wenn die Betreuten ihre Arbeit als gut bewertet haben.
  3. Die Karpfen haben sich stark vermehrt und wachsen schnell heran. Zunehmend mussten wir Karpfenzuchtmöglichkeiten qualifizieren: Weiher, Gräben, Sumpfwiesen, Quellen und Wasserreservoire.
  4. Die Tilapia-Buntbarschzuchten, die auf kleinem Raum Erträge bringen, wurden nach einem Kälteeinbruch zunächst aufgegeben. Später wurden Überlebende an einem abgelegenen Ort entdeckt, sodass wir weiter probieren wollen. Sie empfehlen sich besonders für kleine Gewächshäuschen aus Plastikfolie neben der Anzucht von Jungpflanzen in den frostigen Monaten.
  5. Tomaten, Busch- und Stangenbohnen u.a. können jetzt im Freien angebaut werden.
  6. Kleinunternehmen in Meerschweinchenzucht, Naturmedizin und Restaurantbewirtschaftung sind auf den Weg gebracht.
  7. Die Kommune Machachmarca will uns Gelände für Samenzucht und Experimente zur Verfügung stellen.
  8. Wegen der schlechten Bezahlung sind auf unser Anraten MitarbeiteInnen auf andere Verdienstmöglichkeiten ausgewichen, würden gerne wieder zurückkommen, wenn die Finanziering nicht allzu schlecht wäre.
  9. Mit einem Fachmann für Projektfinanzierung wird ein größeres Projekt formuliert werden und an internationale Nichtregierungsorganisationen weitergeleitet werden, ein wahrscheinlich langwieriger Prozess mit offenem Ausgang.
  10. Mit Rodolfo Flores Espinoza (Lehrer) haben wir einen sehr guten und engagierten Projektmoderator

Probleme:

Den schwierigsten Gartenbau bei Yanaoca (ca 4000m) habe ich dieses mal nicht besucht, was ich auch im vorigen Jahr angekündigt hatte, wenn die Gärten nicht mit Büschen und Bäumen eingegrenzt würden, zum Schutz der Gemüsepflanzen und zur Gewinnung von Brennholz. Immer noch werden die wertvollen Kuhfladen zum Kochen benutzt, anstatt mit ihnen die Gärten zu düngen.

Es besteht eine gewisse Gefahr, dass unsere Leute zu rein technischen Beratern werden. Die kulturelle Idendität, der befreiungstheologische Ansatz und die politische Bildung und Einflussnahme sollten gestärkt werden. Der Widerstand gegen die neoliberale Politik der Regierung Alan Garcia ist wichtig, um den Regenwald und die bäuerliche Selbstversorgung nicht zu gefährden. Leider konnte aus finanziellen und personellen Gründen noch kein APDSA 21-Regenwald projekt begonnen werden.

Ich schließe mit dem Dank an alle direkten und indirekten Mitarbeiter Innen im Agenda 21-Partnerschaftsprojekt Heubühl/Bruchsal- APDSA 21 San Pablo/ Peru.

Rudolf Sessler



Agenda 21-Bildungsprojekt San Pablo/Peru (APDASA 21) Bericht, März 2008

11.01.2008 14.00: Pater Gabriel und sein Neffe Lucho (Projektleiter) holen uns am Fluplatz in Cusco ab. Seit dem 1. Gartenbauversuch in den Hoch-Anden Perus sind gerade eben 10 Jahre vergangen. Großer Empfang für uns drei in San Pablo: für Elisabeth, die die Pfarreipartnerschaften pflegt, für mich als Agenda 21-Partner und meine Tochter Charlotte, die zum ersten mal Peru beschnuppert.

Zahlreiche alte und neue Gesichter in der großen Empfangsrunde. Reden, Gedichte Gesang und Umarmungen. Doch meinerseits auch kritische Anmerkungen, als Fortsetzung meiner kritischen Begleitmusik übers Jahr. 2000 Dollar von der peruanischen Bischofskonferenz waren für die Fortbildung von 25 „Quollanas“ (Promotoren in den Dörfern, die Ökogartenbau, Medizinalpflanzen, Meerschweinchen- und Fischzucht und anderes voranbringen sollten) gedacht.

Mir war klar, dass ich in sieben Wochen nicht alle Bereiche beurteilen könnte. Vor allem nicht die wichtige Frage, ob die gut bezahlten Fachleute über die Köpfe der einfachen Campesinas und Campesinos hinweg geredet hatten. Meine Hoffnung dabei: die Fachleute lernen von uns, wie man an die Menschen herankommt. Wenn einfache Campesinas (Kleinbäuerinnen) in kurzer Zeit die Projekte nachahmen und ein paar Regeln dazu lernen und die NRO (Nichtregierungsorganisationen) einen schlechten Ruf haben, dann ist etwas faul in der Bildung. Seit wir uns mit NRO–Statuten rumschlagen, ist deutlich, wie Kopfarbeiter von den Handarbeitern getrennt werden. Erstere verdienen an den Sitzungen, letztere arbeiten an der Basis. Allerdings praktizieren wir weiterhin ganzheitlich und basisdemokratisch weiter.

Meine wichtigste Aufgabe gleich am Anfang: Eine Projekt-Herz-Diagnose mit 17 Fragen an das 16-köpfige Kernteam. Ergebnis: das Herz schlägt weiterhin hochprozentig im Rhythmus der Leitlinien, orientiert an Basisdemokratie,Transparenz, Kritikfähigkeit, Selbstkritik, spiritueller Orientierung, wechselseitigem Lernen. Einige Schwachpunkte konnten ermittelt werden Unser Hauptziel: Bekämpfung der Armut, besonders der extremen, auf allen Ebenen, nicht zuletzt mit unserem hohen Ansehen als NRO.

Unser Basisgarten in San Pablo kann sich trotz Hagelschlag und Kälteeinbruch sehen lassen. Von Fachleuten bekritelt, die an der Schönheit der Krautköpfe im Gewirr der Mischpflanzungen, die total den Boden abdecken und rund ums Jahr produzieren, zweifeln. Fredys Teams mit tollem Garten in Checacupe (ca 30 Leute) wächst weiter, das Pio-Team in Yanaoca (fast 4000m) hat viel Ärger mit Kälteeinbrüchen und Hagelschlag, doch jetzt endlich ein kleines Gewächshäuschen zur Pflanzenanzucht. Doch leider mit einem Grundkonflikt: Mit den Kuhfladen wird gekocht, weil Brennholz fehlt. Dies könnte man mit Lebendzäunen aus Bäumen und Sträuchern um die Gärten gewinnen.

Das große Karpfenfest, das vom Bürgermeister mit unserer Agenda 21-Gruppe im Nov. inszeniert wurde, hatte nun alle überzeugt, dass wir die Karpfen erfolgreich eingeführt hatten. Ein Fachmann rechnet damit, dass noch Platz ist für 66000 weitere Karpfen besteht. Und die tropischen Tilapien stehen nach argen Anpassungsverlusten in den Startlöchern. Sie sind für kleine Teiche, die leicht zu graben sind, besonders geeignet.

Beim jährlichen Fest der Pachamama, (Mutter Erde), das wir jährlich organisiert hatten und diesmal mit dem Bügermeister gemeinsam durchführten, wurde als Fest von nationaler Bedeutung eingestuft. Das, was Pachamama wachsen ließ, war in 20 Zelten ausgestellt.

Drei neue Tochterprojekte waren geplant. Das erste in Queromarca wo ein Maisfeld in einen Garten mit allem drum und dran umgewandelt werden sollte, lief exzellent an und der peruanische Pfarrer Justo in Tinta identifizierte sich als ehemaliger Campesino total mit dem Projekt und wird entsprechend in der Pfarrei-Partnerschaft mit Karlsdorf aktiv.

Praktisch in den Schoß fiel uns ein zweites, vier ha großes Pfarrgelände in Huayllojo bei Checacupe (3400 m). Eine NRO war abgezogen und wir hatten endlich genug Gelände, um zu experimentieren. Ran ging es an einem Samstag mit ca 30 Leuten, in einer Faena (unbezahlte Arbeit). Mit Pickeln, Sicheln, Spaten u.a. legten wir einen Teil der 110 m langen zugewachsenen Gräben frei, um unsere Fischzuchten zu installieren.

Die Arbeit war am Rande de Flusses Pitumarca. Doch gegen Mittag versammelten sich am Eingang oben mehr und mehr Leute. Noch vor dem Mittagessen erklärte uns der hoch geschätzte Pater Bernard (Franzose und Befreiungstheologe), dass eine Invasion bevorstünde und wir sollten vorsichtshalber abziehen sollten. Unsere Leute verschwanden am Flussufer, ich ging hoch zu den Invasoren.

Die Anführer argumentierten, die NROs taugten nichts und würden gut bezahlt. Ich machte klar, um was es unserer Agenda- Gruppe ginge und wies auf unsere Erfolge in anderen Orten hin. Sie meinten: „Wenn das so ist, dann besetzen wir das Gelände und arbeiten mit APDSA zusammen“. Doch nach anderthalb Stunden Diskussionen marschierten ca 100 Leute in die Außenbezirke ein und schnitten Viehfutter und pflügten einen Teil des Geländes um. Am nächsten Tag kamen sie mit vielen Kühen und ließen sie überall grasen. Weitere Aufklärungsgespräche meinerseits folgten.

Inzwischen wurde der Bischof eingeschaltet, der mit Polizei anrücken wollte. Pater Bernard riet ab. Und der Fall landete bei den Rechtsanwälten. Wem also gehört das Gelände? Mit Monate langen Verhandlungen ist zu rechnen. Die Invasoren zogen sich zurück und wir arbeiteten an den Fischgräben weiter. Ich plädierte für einen Runden Tisch, denn wir wollen ja letztlich alle, dass den Leuten mit dem Projekt geholfen würde und unsere Kompetenz stand nicht in Frage. Ich hoffe auf eine Übergangslösung zu unseren Gunsten und der der Invasoren, die sich von einem Scharfmacher anführen ließen.

Durch die Verzögerung des zweiten Projektes fehlte ausreichende Zeit für das dritte Projekt: das erste Regenwaldprojekt in Pilcopata ( 500m hoch, ca 10 Std. Busfahrt von San Pablo entfernt), Das Projekt war aber auch schlecht vorbereitet. Ein Vertreter des Bauernvereins APCAMK sollte erst mal im San Pablo-Basisprojekt mitarbeiten.

Der kam erst in der vorletzten Woche, sehr qualifiziert und engagiert, mit herrlichem Gelände am Fluss, aber zu spät. Inzwischen drohten Busstreiks und Überschwemmungen. Mit viel Sämereien zum Ausprobieren und allerhand Anleitungen kehrte er zurück. Wenn aus den versprochenen Anstrengungen etwas wird, steht der eigentliche Projektbeginn fürs nächste Jahr an. Da ich ja zwei Jahre Erfahrung im Permakulturgartenbau in den Tropen hinter mir habe, kann ich mir Hoffnung auf ein Gelingen machen. Ob wir mit 3900 mm Niederschlägen zu Recht kommen, steht noch in den Sternen. Da der Regenwald große Mengen Biomasse liefert, liegt dort die Hoffnung für viele Kleinbauern, die in den Höhen ihre Produktion nur wenig steigern können.Vor allem müssen Alternativen zur Viehzucht gefunden werden.

Durch Abholzung für Viehweiden, Bodenzerstörung durch Kuhtritte und die Rülpsgase, die weltweit mit 15% für den Klimawandel verantwortlich sind, sollte die Kuh aus dem Regenwald verbannt werden. Stallhaltung in Kombination mit Futterpflanzen könnte toleriert werden.

Wie jedes Jahr so auch diesmal wieder ein spiritueller Tag in Huayllojo. Wir wählten dasselbe Thema wie am Perutag in Bruchsal nach dem Misereor-Motto: “Entdecke die Liebe, mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der Armen“. Der Zorn hatte genügend Adressaten unter den Unternehmen, die erbarmungslos unter der neoliberalen Flagge segeln. Leider geht der Zorn bei Misereor-Artikeln meist ins Leere.

Zwei Stunden haben wir mit dem Bischof von Sicuani gerungen, er möge doch das seit zwei Jahren angestrebte Altenheim für allein stehende Frauen in San Pablo übernehmen. Ohne Erfolg.

Dann wurde mit dem Pfarrgemeinderat, den „Schwestern vom armen Jesus“, dem Bürgermeister u.a. ein Verein gegründet, der sich dieser Sache Erfolg versprechend annimmt. APDASA hat mit der Sache angefangen, der Perukreis das Gelände gekauft und die Gemeinde letztendlich die Bezahlung und Verantwortung übernommen. Eine Vorgehensweise, die Schule machen könnte für die Einführung anderer Agenda 21-Anliegen.

Ein angesehener Verein wie APDSA 21 soll sich letztlich überflüssig machen und meine Verantwortung soll schrumpfen. Das ist bei der großen Identifikation der Gruppe mit dem Verein nicht einfach, zumal immer mehr und neue Anliegen in Sachen Armutsbekämpfung an uns herangetragen werden.

Wir stehen an einem Scheideweg der Projektentwicklung. Unsere guten Leute sind bekannt. Sie arbeiten weit unter dem Minimallohn, könnten das Mehrfache anderswo verdienen. Unsere prima Sekretärin ist zur Caritas gegangen, die dreimal besser zahlt. Am Wochenende arbeitet sie umsonst bei APDASA. Juan (Medizinalpflanzen) arbeitet vorübergehend bei der Gemeinde für seine Leute in den Bergen, bei wesentlich besserem Lohn. Lucho, der bisher insgesamt wichtigste Mann im Projekt, könnte als Anthropologe mit einem Konzern in den Regenwald gehen und ein Vielfaches verdienen.

Lucho hat vor drei Wochen seine Arbeit über das APDSA 21-Projekt an der Uni Cusco vorgelegt. Nach einer dreistündigen öffentlichen, mündlichen Prüfung durch den Dekan und vier weitere Anthropologen erhielt er vom Dekan den Rat: „Lucho, Du musst hier bleiben“. Das Prüfungsteam stellte sich hinter das APDSA 21-Projekt, über das Lucho seine Tesis schrieb. Sie gilt als wichtiger erster Schritt einer Entwicklungsanthropologie, die fortgesetzt werden soll. Doch Lucho hatte bereits ein Stipendium vom „Katholischen Akademischen Austauschdienst“ angestrebt und wird wahrscheinlich Mitte April nach Deutschland kommen. Es ist zu hoffen, dass Lucho einen wesentlichen Beitrag zu einer geplanten Veranstaltungsreihe: „Solidarisch Mensch werden in einer globalisierten Welt“ liefert. Die meisten Termine werden im Partnerschaftsprojekt Projektegarten im Heubühl statt finden.

Allen Heubühlmitarbeiter/Innen und Projektunterstützer/Innen habe ich ein „gran abrazo“ (große Umarmung) unserer peruanischen Partner mit zu bringen.

Rudolf Sessler

Doch die Frage nach der Projektentwicklung in Peru ist im Augenblick nicht zu beantworten. Eine große Mehrheit will, dass neue Geldquellen erschlossen werden. Andrerseits müssen die „Microempresas“ (Kleinstunternehmen) vorankommen. Es wird wohl ein Schrumpfen und Wachsen werden, hoffentlich mit genügend Resonanz bei uns. Jeder kann zum Schrumpfen des Neoliberalismus beitragen und zum Wachsen eines global-solidarischen Menschentyps.

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Bildergalerie Peru 2008

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Mitarbeit im Agenda 21-Bildungsprojekt APDASA 21 San Pablo/Peru

(APDASA 21= Verein für alternative, nachhaltige Entwicklung Agenda 21)

Rasant hat sich aus einem Gartenbau-Versuch im Jahre 1998 ein Agenda 21-Projekt in San Pablo / Peru entwickelt (mehr dazu im Blatt "Agenda 21-Bildungspartnerschaft). Man kann inzwischen von einer Projektbewegung sprechen, die die Zielgruppe der Armen im besonderen Maße erreicht.

Das Projekt sollte und könnte ein Trittstein darstellen auf dem Weg in die Eine solidarische Welt unter Agenda 21-Gesichtspunkten. (Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung)

Doch der Weg dorthin ist blockiert durch ein vagabundierendes internationales Finanzkapital, das nach Rentabilitätsdkriterien arbeitet. Diesem Finanzkapital sind viele Konzerne, Politiker und Konsumisten zuzuordnen. Der ihm entsprechende Geld- und Macht-orientierter Konkurrenzkampf spaltet die Menschheit in Gewinner und Verlierer. Zu den Verlierern gehören etwa 800 Mill. Menschen ohne ausreichende Nahrung und viele Millionen Arbeitslose. 

Diese Hindernisse müssen wir bei unserer Arbeit bedenken. Soll das Agenda 21-Bildungsprojekt dauerhaft gelingen, bedarf es noch zahlreicher solidarischer Bemühungen.

1. Die spirituelle Motivation der Hochland-Indios darf nicht verloren gehen.
2. Die kulturelle Idendität muß abgesichert und vertieft werden.
3. Die baisdemokratische Ausrichtung des Projektes muß durch Persönlichkeitsbildung
    weiter gefestigt werden.
4. Das politische Bewußtsein muss auf der Höhe der Zeit sein, um die aktuellen
    Gefahren erkennen zu können.
5. Die Organisation im Projekt muß verbessert werden.
6. Die finanzielle Unabhängigkeit des Projektes muß vorangetrieben werden.
7. Der partnerschaftliche Brückenbau zwischen Nord und Süd muß ausgeweitet werden.

Wir hier in Deutschland werden einiges von dem Naturvolk in den Anden lernen können. Und Lucho, der drei Jahre das Projekt erfolgreich moderiert hat, wird als Anthropologe viele Kontakte herstellen können.

Wer sich da in irgend einer Form, auf irgend einem Sektor einbringen möchte, ist herzlich willkommen. Wenn auch die Interessierten u.U. weit auseinander wohnen, so kann es doch zu gelegentlichen Treffen kommen. Solche, die sich auf Teilbereiche des Projektes spezialisieren, können weitgehend unabhängig arbeiten, auch direkt mit San Pablo, wo meistens ein deutscher Mitarbeiter zum Übersetzen in Spanisch zur Verfügung steht.

Interessierte wenden sich per Mail an Rudolf Sessler oder telefonisch 0 72 51 / 8 94 37 


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