Agenda 21-Bildungsprojekt San Pablo/Peru (APDASA 21) Bericht, März
2009
Liebe Agenda 21-Leute, Heubühl-MitarbeiterInnen , HeubühlbesucherInnen...
und alle, die ideell, praktisch und finanziell an der Agenda 21-Partnerschaft
mit San Pablo / Peru mitgewirkt haben.
Nach einer 6-wöchigen Mitarbeit bei den Quechua-Indigenas in den
Anden Perus fällt die Bilanz überwiegend positiv aus.
- Trotz der Reduzierung unseres Personals auf die Hälfte: 7 bezahlte
MitarbeiterInnen (seit einem knappen Jahr wurde das Projekt nur
noch mit 500 EUR monatlich finanziert) ist seine Effizienz
gewachsen, da Kommunen und kleinere Gemeinschften zunehmend
unsere Beratung suchen und dann weitgehend selbst die Projekte
durchführen. So hat die Gemeinde San Pablo geplant, 60.000
Karpfen in entsprechend vorbereitete Gewässer auszusetzen
und die Meerschweinchenzuchten der extrem Armen zu unterstützen.
- Die Gemeinschaftsgärten - inzwischen ist der 5. in
Planung - werden von sog. Quollanas (im Basisprojekt
ausgebildete Promotoren) betreut, die unentgeltlich arbeiten,
aber eine Jahresprämie erhalten, wenn die Betreuten ihre
Arbeit als gut bewertet haben.
- Die Karpfen haben sich stark vermehrt und wachsen schnell
heran. Zunehmend mussten wir Karpfenzuchtmöglichkeiten qualifizieren:
Weiher, Gräben, Sumpfwiesen, Quellen und Wasserreservoire.
- Die Tilapia-Buntbarschzuchten, die auf kleinem Raum Erträge
bringen, wurden nach einem Kälteeinbruch zunächst aufgegeben.
Später wurden Überlebende an einem abgelegenen Ort entdeckt, sodass
wir weiter probieren wollen. Sie empfehlen sich besonders
für kleine Gewächshäuschen aus Plastikfolie neben der Anzucht
von Jungpflanzen in den frostigen Monaten.
- Tomaten, Busch- und Stangenbohnen u.a. können jetzt im
Freien angebaut werden.
- Kleinunternehmen in Meerschweinchenzucht, Naturmedizin und
Restaurantbewirtschaftung sind auf den Weg gebracht.
- Die Kommune Machachmarca will uns Gelände für Samenzucht
und Experimente zur Verfügung stellen.
- Wegen der schlechten Bezahlung sind auf unser Anraten MitarbeiteInnen
auf andere Verdienstmöglichkeiten ausgewichen, würden gerne
wieder zurückkommen, wenn die Finanziering nicht allzu schlecht
wäre.
- Mit einem Fachmann für Projektfinanzierung wird ein größeres
Projekt formuliert werden und an internationale Nichtregierungsorganisationen
weitergeleitet werden, ein wahrscheinlich langwieriger Prozess
mit offenem Ausgang.
- Mit Rodolfo Flores Espinoza (Lehrer) haben wir einen
sehr guten und engagierten Projektmoderator
Probleme:
Den schwierigsten Gartenbau bei Yanaoca (ca 4000m) habe
ich dieses mal nicht besucht, was ich auch im vorigen Jahr
angekündigt hatte, wenn die Gärten nicht mit Büschen und Bäumen
eingegrenzt würden, zum Schutz der Gemüsepflanzen und zur Gewinnung
von Brennholz. Immer noch werden die wertvollen Kuhfladen zum Kochen
benutzt, anstatt mit ihnen die Gärten zu düngen.
Es besteht eine gewisse Gefahr, dass unsere Leute zu rein technischen
Beratern werden. Die kulturelle Idendität, der befreiungstheologische
Ansatz und die politische Bildung und Einflussnahme sollten gestärkt
werden. Der Widerstand gegen die neoliberale Politik
der Regierung Alan Garcia ist wichtig, um den Regenwald und die
bäuerliche Selbstversorgung nicht zu gefährden. Leider konnte aus
finanziellen und personellen Gründen noch kein APDSA 21-Regenwald
projekt begonnen werden.
Ich schließe mit dem Dank an alle direkten und indirekten Mitarbeiter
Innen im Agenda 21-Partnerschaftsprojekt Heubühl/Bruchsal- APDSA
21 San Pablo/ Peru.
Rudolf Sessler
Agenda 21-Bildungsprojekt San Pablo/Peru (APDASA 21) Bericht, März
2008
11.01.2008 14.00: Pater Gabriel und sein Neffe Lucho (Projektleiter)
holen uns am Fluplatz in Cusco ab. Seit dem 1. Gartenbauversuch
in den Hoch-Anden Perus sind gerade eben 10 Jahre vergangen. Großer
Empfang für uns drei in San Pablo: für Elisabeth, die die Pfarreipartnerschaften
pflegt, für mich als Agenda 21-Partner und meine Tochter Charlotte,
die zum ersten mal Peru beschnuppert.
Zahlreiche alte und neue Gesichter in der großen Empfangsrunde.
Reden, Gedichte Gesang und Umarmungen. Doch meinerseits auch kritische
Anmerkungen, als Fortsetzung meiner kritischen Begleitmusik übers
Jahr. 2000 Dollar von der peruanischen Bischofskonferenz waren
für die Fortbildung von 25 „Quollanas“ (Promotoren in den Dörfern,
die Ökogartenbau, Medizinalpflanzen, Meerschweinchen- und Fischzucht
und anderes voranbringen sollten) gedacht.
Mir war klar, dass ich in sieben Wochen nicht alle Bereiche
beurteilen könnte. Vor allem nicht die wichtige Frage, ob die
gut bezahlten Fachleute über die Köpfe der einfachen Campesinas
und Campesinos hinweg geredet hatten. Meine Hoffnung dabei: die
Fachleute lernen von uns, wie man an die Menschen herankommt. Wenn
einfache Campesinas (Kleinbäuerinnen) in kurzer Zeit die Projekte
nachahmen und ein paar Regeln dazu lernen und die NRO (Nichtregierungsorganisationen)
einen schlechten Ruf haben, dann ist etwas faul in der Bildung.
Seit wir uns mit NRO–Statuten rumschlagen, ist deutlich, wie Kopfarbeiter
von den Handarbeitern getrennt werden. Erstere verdienen an den
Sitzungen, letztere arbeiten an der Basis. Allerdings praktizieren
wir weiterhin ganzheitlich und basisdemokratisch weiter.
Meine wichtigste Aufgabe gleich am Anfang: Eine Projekt-Herz-Diagnose
mit 17 Fragen an das 16-köpfige Kernteam. Ergebnis: das Herz
schlägt weiterhin hochprozentig im Rhythmus der Leitlinien, orientiert
an Basisdemokratie,Transparenz, Kritikfähigkeit, Selbstkritik, spiritueller
Orientierung, wechselseitigem Lernen. Einige Schwachpunkte konnten
ermittelt werden Unser Hauptziel: Bekämpfung der Armut, besonders
der extremen, auf allen Ebenen, nicht zuletzt mit unserem hohen
Ansehen als NRO.
Unser Basisgarten in San Pablo kann sich trotz Hagelschlag
und Kälteeinbruch sehen lassen. Von Fachleuten bekritelt,
die an der Schönheit der Krautköpfe im Gewirr der Mischpflanzungen,
die total den Boden abdecken und rund ums Jahr produzieren, zweifeln.
Fredys Teams mit tollem Garten in Checacupe (ca 30 Leute)
wächst weiter, das Pio-Team in Yanaoca (fast 4000m) hat
viel Ärger mit Kälteeinbrüchen und Hagelschlag, doch jetzt endlich
ein kleines Gewächshäuschen zur Pflanzenanzucht. Doch leider mit
einem Grundkonflikt: Mit den Kuhfladen wird gekocht, weil Brennholz
fehlt. Dies könnte man mit Lebendzäunen aus Bäumen und Sträuchern
um die Gärten gewinnen.
Das große Karpfenfest, das vom Bürgermeister mit unserer
Agenda 21-Gruppe im Nov. inszeniert wurde, hatte nun alle überzeugt,
dass wir die Karpfen erfolgreich eingeführt hatten. Ein Fachmann
rechnet damit, dass noch Platz ist für 66000 weitere Karpfen besteht.
Und die tropischen Tilapien stehen nach argen Anpassungsverlusten
in den Startlöchern. Sie sind für kleine Teiche, die leicht
zu graben sind, besonders geeignet.
Beim jährlichen Fest der Pachamama, (Mutter Erde), das
wir jährlich organisiert hatten und diesmal mit dem Bügermeister
gemeinsam durchführten, wurde als Fest von nationaler Bedeutung
eingestuft. Das, was Pachamama wachsen ließ, war in 20 Zelten
ausgestellt.
Drei neue Tochterprojekte waren geplant. Das erste in Queromarca
wo ein Maisfeld in einen Garten mit allem drum und dran umgewandelt
werden sollte, lief exzellent an und der peruanische Pfarrer Justo
in Tinta identifizierte sich als ehemaliger Campesino total mit
dem Projekt und wird entsprechend in der Pfarrei-Partnerschaft mit
Karlsdorf aktiv.
Praktisch in den Schoß fiel uns ein zweites, vier ha großes
Pfarrgelände in Huayllojo bei Checacupe (3400 m). Eine NRO war
abgezogen und wir hatten endlich genug Gelände, um zu experimentieren.
Ran ging es an einem Samstag mit ca 30 Leuten, in einer Faena (unbezahlte
Arbeit). Mit Pickeln, Sicheln, Spaten u.a. legten wir einen Teil
der 110 m langen zugewachsenen Gräben frei, um unsere Fischzuchten
zu installieren.
Die Arbeit war am Rande de Flusses Pitumarca. Doch gegen Mittag
versammelten sich am Eingang oben mehr und mehr Leute. Noch vor
dem Mittagessen erklärte uns der hoch geschätzte Pater Bernard (Franzose
und Befreiungstheologe), dass eine Invasion bevorstünde und
wir sollten vorsichtshalber abziehen sollten. Unsere Leute verschwanden
am Flussufer, ich ging hoch zu den Invasoren.
Die Anführer argumentierten, die NROs taugten nichts und
würden gut bezahlt. Ich machte klar, um was es unserer Agenda-
Gruppe ginge und wies auf unsere Erfolge in anderen Orten hin.
Sie meinten: „Wenn das so ist, dann besetzen wir das Gelände und
arbeiten mit APDSA zusammen“. Doch nach anderthalb Stunden Diskussionen
marschierten ca 100 Leute in die Außenbezirke ein und schnitten
Viehfutter und pflügten einen Teil des Geländes um. Am nächsten
Tag kamen sie mit vielen Kühen und ließen sie überall grasen. Weitere
Aufklärungsgespräche meinerseits folgten.
Inzwischen wurde der Bischof eingeschaltet, der mit Polizei
anrücken wollte. Pater Bernard riet ab. Und der Fall landete
bei den Rechtsanwälten. Wem also gehört das Gelände? Mit Monate
langen Verhandlungen ist zu rechnen. Die Invasoren zogen sich
zurück und wir arbeiteten an den Fischgräben weiter. Ich plädierte
für einen Runden Tisch, denn wir wollen ja letztlich alle, dass
den Leuten mit dem Projekt geholfen würde und unsere Kompetenz stand
nicht in Frage. Ich hoffe auf eine Übergangslösung zu unseren Gunsten
und der der Invasoren, die sich von einem Scharfmacher anführen
ließen.
Durch die Verzögerung des zweiten Projektes fehlte ausreichende
Zeit für das dritte Projekt: das erste Regenwaldprojekt in
Pilcopata ( 500m hoch, ca 10 Std. Busfahrt von San Pablo entfernt),
Das Projekt war aber auch schlecht vorbereitet. Ein Vertreter des
Bauernvereins APCAMK sollte erst mal im San Pablo-Basisprojekt mitarbeiten.
Der kam erst in der vorletzten Woche, sehr qualifiziert und engagiert,
mit herrlichem Gelände am Fluss, aber zu spät. Inzwischen drohten
Busstreiks und Überschwemmungen. Mit viel Sämereien zum Ausprobieren
und allerhand Anleitungen kehrte er zurück. Wenn aus den versprochenen
Anstrengungen etwas wird, steht der eigentliche Projektbeginn
fürs nächste Jahr an. Da ich ja zwei Jahre Erfahrung im Permakulturgartenbau
in den Tropen hinter mir habe, kann ich mir Hoffnung auf ein Gelingen
machen. Ob wir mit 3900 mm Niederschlägen zu Recht kommen, steht
noch in den Sternen. Da der Regenwald große Mengen Biomasse liefert,
liegt dort die Hoffnung für viele Kleinbauern, die in den
Höhen ihre Produktion nur wenig steigern können.Vor allem müssen
Alternativen zur Viehzucht gefunden werden.
Durch Abholzung für Viehweiden, Bodenzerstörung durch Kuhtritte
und die Rülpsgase, die weltweit mit 15% für den Klimawandel verantwortlich
sind, sollte die Kuh aus dem Regenwald verbannt werden. Stallhaltung
in Kombination mit Futterpflanzen könnte toleriert werden.
Wie jedes Jahr so auch diesmal wieder ein spiritueller Tag in
Huayllojo. Wir wählten dasselbe Thema wie am Perutag in Bruchsal
nach dem Misereor-Motto: “Entdecke die Liebe, mit Zorn und Zärtlichkeit
an der Seite der Armen“. Der Zorn hatte genügend Adressaten
unter den Unternehmen, die erbarmungslos unter der neoliberalen
Flagge segeln. Leider geht der Zorn bei Misereor-Artikeln meist
ins Leere.
Zwei Stunden haben wir mit dem Bischof von Sicuani gerungen, er
möge doch das seit zwei Jahren angestrebte Altenheim für allein
stehende Frauen in San Pablo übernehmen. Ohne Erfolg.
Dann wurde mit dem Pfarrgemeinderat, den „Schwestern vom armen
Jesus“, dem Bürgermeister u.a. ein Verein gegründet, der sich
dieser Sache Erfolg versprechend annimmt. APDASA hat mit der
Sache angefangen, der Perukreis das Gelände gekauft und die Gemeinde
letztendlich die Bezahlung und Verantwortung übernommen. Eine
Vorgehensweise, die Schule machen könnte für die Einführung anderer
Agenda 21-Anliegen.
Ein angesehener Verein wie APDSA 21 soll sich letztlich überflüssig
machen und meine Verantwortung soll schrumpfen. Das ist bei
der großen Identifikation der Gruppe mit dem Verein nicht
einfach, zumal immer mehr und neue Anliegen in Sachen Armutsbekämpfung
an uns herangetragen werden.
Wir stehen an einem Scheideweg der Projektentwicklung. Unsere
guten Leute sind bekannt. Sie arbeiten weit unter dem Minimallohn,
könnten das Mehrfache anderswo verdienen. Unsere prima Sekretärin
ist zur Caritas gegangen, die dreimal besser zahlt. Am Wochenende
arbeitet sie umsonst bei APDASA. Juan (Medizinalpflanzen) arbeitet
vorübergehend bei der Gemeinde für seine Leute in den Bergen, bei
wesentlich besserem Lohn. Lucho, der bisher insgesamt wichtigste
Mann im Projekt, könnte als Anthropologe mit einem Konzern in den
Regenwald gehen und ein Vielfaches verdienen.
Lucho hat vor drei Wochen seine Arbeit über das APDSA 21-Projekt
an der Uni Cusco vorgelegt. Nach einer dreistündigen öffentlichen,
mündlichen Prüfung durch den Dekan und vier weitere Anthropologen
erhielt er vom Dekan den Rat: „Lucho, Du musst hier bleiben“.
Das Prüfungsteam stellte sich hinter das APDSA 21-Projekt, über
das Lucho seine Tesis schrieb. Sie gilt als wichtiger erster
Schritt einer Entwicklungsanthropologie, die fortgesetzt werden
soll. Doch Lucho hatte bereits ein Stipendium vom „Katholischen
Akademischen Austauschdienst“ angestrebt und wird wahrscheinlich
Mitte April nach Deutschland kommen. Es ist zu hoffen, dass Lucho
einen wesentlichen Beitrag zu einer geplanten Veranstaltungsreihe:
„Solidarisch Mensch werden in einer globalisierten Welt“
liefert. Die meisten Termine werden im Partnerschaftsprojekt Projektegarten
im Heubühl statt finden.
Allen Heubühlmitarbeiter/Innen und Projektunterstützer/Innen habe
ich ein „gran abrazo“ (große Umarmung) unserer peruanischen Partner
mit zu bringen.
Rudolf Sessler
Doch die Frage nach der Projektentwicklung in Peru ist im Augenblick
nicht zu beantworten. Eine große Mehrheit will, dass neue Geldquellen
erschlossen werden. Andrerseits müssen die „Microempresas“ (Kleinstunternehmen)
vorankommen. Es wird wohl ein Schrumpfen und Wachsen werden, hoffentlich
mit genügend Resonanz bei uns. Jeder kann zum Schrumpfen des Neoliberalismus
beitragen und zum Wachsen eines global-solidarischen Menschentyps.
Projektbericht
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Bildergalerie Peru
2008
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Mitarbeit im Agenda 21-Bildungsprojekt APDASA 21 San Pablo/Peru
(APDASA 21= Verein für alternative, nachhaltige Entwicklung
Agenda 21)
Rasant
hat sich aus einem Gartenbau-Versuch im Jahre 1998 ein Agenda 21-Projekt
in San Pablo / Peru entwickelt (mehr dazu im Blatt "Agenda
21-Bildungspartnerschaft). Man kann inzwischen von einer Projektbewegung
sprechen, die die Zielgruppe der Armen im besonderen Maße
erreicht.
Das Projekt sollte und könnte
ein Trittstein darstellen
auf dem Weg in die Eine solidarische Welt unter Agenda 21-Gesichtspunkten.
(Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung)
Doch der Weg dorthin ist blockiert
durch ein vagabundierendes internationales Finanzkapital,
das nach Rentabilitätsdkriterien arbeitet. Diesem Finanzkapital
sind viele Konzerne, Politiker und Konsumisten zuzuordnen. Der ihm
entsprechende Geld- und Macht-orientierter Konkurrenzkampf spaltet
die Menschheit in Gewinner und Verlierer. Zu den Verlierern gehören
etwa 800 Mill. Menschen ohne ausreichende Nahrung und viele Millionen
Arbeitslose.
Diese Hindernisse müssen wir
bei unserer Arbeit bedenken. Soll das Agenda 21-Bildungsprojekt
dauerhaft gelingen, bedarf es noch zahlreicher solidarischer Bemühungen.
1. Die spirituelle
Motivation der Hochland-Indios darf nicht verloren gehen.
2. Die kulturelle Idendität
muß abgesichert und vertieft werden.
3. Die baisdemokratische Ausrichtung
des Projektes muß durch Persönlichkeitsbildung
weiter gefestigt werden.
4. Das politische Bewußtsein
muss auf der Höhe der Zeit sein, um die aktuellen
Gefahren erkennen zu können.
5. Die Organisation im Projekt
muß verbessert werden.
6. Die finanzielle Unabhängigkeit
des Projektes muß vorangetrieben werden.
7. Der partnerschaftliche Brückenbau
zwischen Nord und Süd muß ausgeweitet werden.
Wir hier in Deutschland werden einiges
von dem Naturvolk in den Anden
lernen können. Und Lucho,
der drei Jahre das Projekt erfolgreich moderiert hat, wird als Anthropologe
viele Kontakte herstellen
können.
Wer sich da in irgend einer Form, auf irgend einem Sektor einbringen
möchte, ist herzlich willkommen. Wenn auch die Interessierten
u.U. weit auseinander wohnen, so kann es doch zu gelegentlichen
Treffen kommen. Solche, die sich auf Teilbereiche des Projektes
spezialisieren, können weitgehend unabhängig arbeiten,
auch direkt mit San Pablo, wo meistens ein deutscher Mitarbeiter
zum Übersetzen in Spanisch zur Verfügung steht.
Interessierte wenden sich per Mail
an Rudolf Sessler oder
telefonisch 0 72 51 / 8 94 37
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